
Jean Claude Jitrois
Jean-Claude Jitrois
Gründer des Hauses Jitrois — die Haut als Prinzip, der Körper als Sprache
Die Haut als grundlegende Intuition
Noch vor der Mode, noch vor dem Leder steht im Werk von Jean-Claude Jitrois eine grundlegende Intuition:
Die Haut ist keine Oberfläche, sondern eine Schnittstelle.
Eine Schnittstelle zwischen Körper und Welt, zwischen Intimität und Blick, zwischen Begehren und Schutz.
Schon früh entwickelte Jean-Claude Jitrois ein feines Bewusstsein für die Haut — für das, was sie aufnimmt, weitergibt und offenbart.
Seine kreative Arbeit beginnt nicht mit Dekoration oder Trend,
sondern mit einer unmittelbaren, körperlichen Beziehung zum Menschen.
Das Kleidungsstück ist kein Zusatz.
Es ist eine sinnliche Erweiterung des Seins.
Von der Psychomotorik zur Gestaltung
Bevor Jean-Claude Jitrois Modedesigner wurde, absolvierte er eine Ausbildung in Psychomotorik und therapeutischer Praxis.
Diese Disziplin stellt den Körper in den Mittelpunkt psychischer Entwicklung, von Bewegung und Beziehung.
Diese Erfahrung prägt seine Vision nachhaltig:
Der Körper ist keine Form, die gestaltet werden muss, sondern eine lebendige Dynamik, die begleitet werden will.
Haltung, Geste, Atmung und Bewegungsfreiheit werden zu grundlegenden Parametern der Gestaltung.
Sie beeinflussen Schnitt und Konstruktion lange vor jeder ästhetischen Entscheidung.
Wo Mode häufig Silhouetten vorgibt,
sucht Jean-Claude Jitrois danach, den Körper sichtbar zu machen, ohne ihn zu begrenzen.

Leder als Material der Wahrheit
Leder wird auf natürliche Weise zu seinem bevorzugten Medium.
Nicht als dekoratives Symbol, sondern als Material der Wahrheit.
Als Haut unter Häuten trägt Leder eine starke sensorische und kulturelle Bedeutung.
Es steht zugleich für Schutz, Kraft, Sinnlichkeit, Überschreitung und Freiheit.
In der Arbeit von Jean-Claude Jitrois ist Leder niemals starr.
Es wird bearbeitet, geschmeidig gemacht und so konstruiert, dass es dem Körper so nah wie möglich folgt — bis es zur zweiten Haut wird.
Leder ist keine Rüstung.
Es wird zu einer Sprache des Körpers.

Den Körper im Zustand der Performance kleiden
Durch seine langjährige Arbeit mit exponierten oder unter Spannung stehenden Körpern entwickelte Jean-Claude Jitrois ein feines Verständnis dafür, was es bedeutet, sich zu zeigen, Haltung einzunehmen und dem Blick standzuhalten.
Diese Sensibilität findet Resonanz bei Künstlern, Musikern und Performern, für die die Bühne ein Raum psychischer ebenso wie körperlicher Intensität ist.
Seine Kleidungsstücke unterstützen den mentalen Zustand, die Konzentration und die körperliche Kontrolle in Momenten extremer Sichtbarkeit.
Das Kleidungsstück wird zu einem Werkzeug der Fokussierung und Selbstbehauptung — zu einer zweiten Haut im Augenblick.
Freiheit, Begehren und körperliche Selbstbehauptung
Die Arbeit von Jean-Claude Jitrois ist untrennbar mit einer Überzeugung verbunden:
Das Kleidungsstück muss emanzipieren.
Den Körper von starren Normen befreien.
Das Begehren von Konventionen lösen.
Identität von festen Kategorien entkoppeln.
Seine Silhouetten begleiten jene, die vorangehen, die sich behaupten und ihre eigene Kraft verkörpern.
Leder ist niemals Verbergung — es ist ein Akt der Selbstbehauptung.

Eine grundlegende Vision
Die von Jean-Claude Jitrois entwickelten Prinzipien — Haut, Körper, Bewegung, zweite Haut —
bildeten die Grundlage des Hauses Jitrois.
Sein Werk wurde von französischen Kulturinstitutionen anerkannt, insbesondere durch die Verleihung der Ehrenlegion für seinen Beitrag zur kulturellen Ausstrahlung Frankreichs.

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